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Bericht eines betroffenen

Berufsunfähigkeit – der Supergau???
Bericht aus dem Zahnärzteblatt Rheinland-Pfalz 04/01


Wenn Sie, liebe Kollegin, lieber Kollege diesen Artikel gelesen haben und nicht umgehend Ihre Versorgungslage für den Ernstfall überprüfen, hat der Autor sein Ziel nicht erreicht.

Besonders Zahnärztinnen und Zahnärzte am Anfang des Berufslebens beschäftigen sich oftmals nicht genügend mit der Frage des Versicherungsschutzes bei Arbeits- oder Berufsunfähigkeit durch Krankheit oder Unfall. Die Versicherungsprämien belasten schließlich das Budget, und zu abstrakt erscheint der Gedanke, man könnte plötzlich nicht mehr arbeiten. Unbändiger Leistungswille und unerschöpfliche Energiereserven sind sowieso vorhanden. Was soll da schon passieren? Und wenn. Warum ausgerechnet mir? Unfall, Herzinfarkt, Schlaganfall, Infektionen, chronische Leiden kein Thema? Ich meine doch!

Eine Krankentagegeldversicherung, wenn möglich ab dem ersten Tag, die sich zum Beispiel ab dem 30. Tag steigert und sich an der Höhe des jährlichen Nettoeinkommens orientiert, sollte die Lebenshaltungskosten absichern.

Was ist mit den Praxiskosten (Miete, Gehälter, Kredite etc.), die ja unvermindert weiterlaufen? Hier gibt’s die so genannte Praxisunterbrechungsversicherung, die jedoch nicht nur bei Krankheit oder Unfall greift, sondern jede Art der Unterbrechung wie Einbruch, Wasserschaden, Brand usw. abdeckt.

Versicherbar sind Praxisumsatz kosten oder Überschuss. Alles nach Gusto respektive Geldbeutel. Für z.B. 350.00 DM Praxiskosten zahlt man bei ca. 17 DM pro Tausend DM Versicherungssumme ca. 500 DM Monatsprämie, steuerlich als Betriebsausgaben absetzbar. 1.00 DM zahlt dafür die Versicherung pro Werktag im Schadenfall, bis 250-mal im Extremfall!

Lebensversicherungen sind dem Existenzgründer geläufig zur Absicherung und Tilgung der Praxisdarlehn. Beinhalten Sie aber auch eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung und Prämienbefreiung bis zum Ende der Laufzeit? Ist die versicherte Rente, die übrigens schon bei Eintritt der 50%igen BU fällig wird, hoch genug und wird sie jährlich dynamisiert? Natürlich ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung!

Nur wer diese Fragen positiv beantworten kann, hat gut vorgesorgt. Können Sie sich Ihre verbleibende Leistungsfähigkeit vorstellen, wenn ein medizinisches Gutachten Ihnen eine 50%ige oder gar höhere Berufsunfähigkeit attestiert? Ihr Praxisumsatz bekommt die Schwindsucht!!!

Aber wir haben ja unser Versorgungswerk nicht nur für die Altersrente! Schließlich zahlen wir jährlich hohe Beiträge ein! In der Satzung ist doch die Rede von Rentenanspruch bei Berufsunfähigkeit und auch jährliche Mitteilung über die jährliche Anwartschaft weist ständig wachsende Rentenzahlungen für den Fall des Falles aus. Man muss sich aber im klaren darüber sein, dass die Rente nur gezahlt wird bei vollständiger (100%) Berufsunfähigkeit und zwingend vorgeschriebener Abgabe der Zulassung sowie Verkauf der Praxis, ganz zu schweigen vom Spießrutenlauf durch die Gutachtermühle.

Der in der Überschrift erwähnte Super-Gau ist also eingetreten. Bei mir erfolgte die Annerkennung durch das Versorgungswerk genau zwei Jahre und sechs Monate nach meinem Unfall. Ist nun dieser Rentenanspruch ausreichend, um den Lebensstandard zu halten, die Ausbildung der Kinder zu finanzieren? Wer jetzt nicht zusätzliche auf private BU-Rente aus Lebensversicherungen zurückgreifen kann, ist buchstäblich arm dran. Auch Arbeitnehmer müssen nunmehr privat Vorsorgen, weil die gesetzliche Rentenversicherung nicht ausreicht.

Die „Riester-Rente“ ist doch in aller Munde! Sicher, der Erlös aus dem erzwungenen Praxisverkauf mildert Situationen. Die Kaufinteressenten stehen allerdings nicht Schlange und der Grund für den Verkauf wirkt alles andere als wertsteigernd. Dabei ist neben dem Steuerfreibetrag von 100.000 DM Invalidität der halbe Steuersatz garantiert, da ks Existenz aufgeben werden muss. Dieser „warme Regen“ ist allerdings schnell verdunstet, wenn etwa noch Praxisdarlehen und Kontokorrentkredite zur Tilgung anstehen. Der Autor ist nicht Versicherungsmakler, sondern ein 51 jähriger Zahnart, der durch die folgen eines Mietwagenunfalls vollständig Berufsunfähig wurde. Dieser Mietwagen wurde mit der Kreditkarte, in diesem Fall Master Card bezahlt, was automatisch Unfall- und Todesfallversicherung in beträchtlicher Höhe beinhaltet.

Tipp: Mietwagen, Flugtickets, Schiffstickets etc. mit der Kreditkarte bezahlen, nur so sind Versicherungsleistungen im Schadenfall zu erwarten.

Nur der beschriebene Versorgungsstatus, neben Zahlungen aus der privaten Unfallversicherung und der Kreditkartenunfallversicherung konnten verhindern, dass zu den gesundheitlichen und psychischen Belastungen auch noch ein Finanzielles Desaster hinzugekommen ist. Also überprüfen Sie Ihre Situation!

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich an mich (Kontakt über Redaktion).

Horst Halama

 

 

Senior Partner Finanzmanagement | info@seniorconsulting.de